Russland | Migrationsregistrierung – strafrechtliche Haftung

Wir halten Sie wie immer über aktuelle Änderungen beim Migrationsrecht auf dem Laufenden.

Neue Änderungen zu Artikel 322.3 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation sollen am 23. November 2018 in Kraft treten (fiktive Registrierung eines Ausländers oder Staatenlosen an einem Wohnort in einem Wohngebiet der Russischen Föderation).

Nach diesen Änderungen gilt die Registrierung eines ausländischen Bürgers unter der Adresse eines Unternehmens, in dem er / sie tatsächlich nicht arbeitet, als Straftat. Aus unserer Sicht besteht hier das Risiko, dass die Verantwortung für einen solchen, strafrechtlich relevanten Verstoß von einem Vertreter des Unternehmens (z.B. CEO) oder einer anderen Person getragen wird, die faktisch das Benachrichtigungsformular über die Ankunft eines ausländischen Bürgers unterschrieben hat und / oder persönlich die Registrierung bei den staatlichen Migrationsbehörden durchgeführt hat.

Bitte beachten Sie, dass die Strafe für eine fiktive Registrierung eines Ausländers unverändert bleibt.

Diese Straftat kann zu einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Rubel, oder einem Betrag in Höhe des Gehalts oder sonstiger Einkünfte des Verurteilten eines 3-jährigen Zeitraums führen, oder Zwangsarbeit von bis zu 3 Jahren mit Entzug des Rechts bestimmte Positionen oder bestimmte Tätigkeiten für bis zu 3 Jahre auszuführen nach sich ziehen.

Wir empfehlen sicherzustellen, dass ausländische Mitarbeiter, die sich zu unterschiedlichen Zwecken in Russland aufhalten, ihre Migrationsregistrierung ordnungsgemäß ausfüllen und sich de facto auch an der angegebenen Registrierungsadresse aufhalten bzw. wohnen. Wenn Sie Fragen haben oder unsere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Experten.

Alex Stolarsky
Rechtsanwalt, Direktor von Rechts-, Compliance- und Steuerabteilung, Vorstandsmitglied
+7 / 495 / 956 55 57
Denis Bushnev
Legal Team Leader Labor and Migration Law
+7 / 495 / 956 55 57
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