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Betriebsprüfung - Minimierung von Sanktionsrisiken

HERAUSFORDERUNG

Unser Kunde, der als Unternehmensgruppe tätig ist, importiert Waren aus seiner in der GUS-Region ansässigen Hefefabrik nach Russland zum weiteren Vertrieb. Die geografische Breite der Geschäftstätigkeit der Gruppe und die zunehmende Komplexität lokaler Steueranforderungen in den verschiedenen Ländern erhöhten das Risiko von Steuerbelastungen und erschwerten das Ausmachen von Verlusten. Der neu ernannte Hauptbuchhalter stand schwierigen Herausforderungen in Bezug auf das Steuerrisiko gegenüber und beauftragte die SCHNEIDER GROUP mit der Durchführung einer Tax & Accounting Review der Geschäftsstruktur und der einzelnen Verträge.

LÖSUNG

Das Unternehmen wandte vereinfachte Steuer- und Bilanzierungsvorschriften für Unternehmen der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“ an, war aber nicht als solches registriert. Die Experten der SCHNEIDER GROUP überprüften die Steuerposition der Unternehmensgruppe, um sicherzustellen, dass der Steuersatz, die Steuerrückstellungen und die steuerliche Berücksichtigung der aktiven und passiven latenten Steuern relevant waren.

Es wurden Überlegungen zur Erfassung der Betriebskosten als Rechnungsabgrenzungsposten und der Abschreibungskosten als Anlagevermögen angestellt. Die Experten der SCHNEIDER GROUP bewerteten die Angemessenheit der getroffenen Urteile über die Ordnungsmäßigkeit der Kreditverpflichtungen und der geschätzten Verbindlichkeiten. Nach aufgezeigten Abweichungen von den tatsächlichen Bilanzierungs- und Steuerbedingungen identifizierten und bewerteten die Experten die Steuerverkürzung der Ausgaben für den Berichtszeitraum und das steuerliche Risiko in lokaler Währung. In steuerlichen Fragen stellte die SCHNEIDER GROUP fest, dass die Gesellschaft unter die Veräußerungsnormen fiel und zur Meldung und Zahlung der Ökoabgabe verpflichtet war. Zusätzlich zu den berücksichtigten Sachverhalten wurde die Gesellschaft als Steueragent eingestuft und war somit verpflichtet, über die Steuerberechnung der an ausländische Tochtergesellschaften gezahlten Beträge und der einbehaltenen Steuern zu berichten sowie Steuern einzubehalten und zu zahlen, ausgenommen bei nicht-steuerpflichtigen Erträgen.

Unabhängig davon nahm die SCHNEIDER GROUP eine Überprüfung der kontrollierbaren Transaktionen nach devisenrechtlichen Vorschriften vor und schlug entsprechende Verbesserungen vor. Das Unternehmen wickelte Darlehens- und Zinszahlungen an Dritte sowie Importe und Verkäufe von Dienstleistungstransaktionen ab, bei denen es sich um kontrollierbare Transaktionen handelte, die an die Steuerbehörden zu melden waren. Im Rahmen einer Dokumentenprüfung fehlten die steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung sowie der Nachweis über die Berechtigung auf Gewinngenerierung. Die SCHNEIDER GROUP erweiterte den Überblick über die Einhaltung der arbeitsrechtlichen und personenbezogenen Datenschutzgrundsätze des Unternehmens und empfahl die Entwicklung einer Unternehmensrichtlinie und interner Regulierungsverfahren.

ERGEBNIS

Einige bei der Überprüfung festgestellte Schwachstellen sowie die Notwendigkeit eines systematischen Vorgehens beim Umgang mit Finanz-, Steuer- und Compliance-Risiken führten zur Schaffung eines umfassenden Sicherheitskonzepts für die Finanz- und Steuerberichterstattung des Unternehmens. Die von der SCHNEIDER GROUP erstellte Analyse zeigte potenzielle Bußgelder und Strafen in Höhe von 100.000 – 120.000 RUB pro Führungskraft und 300.000 – 450.000 RUB pro juristischer Person.

Ihr Ansprechpartner

Jekaterina Kwaskowa
Direktorin für Interne Kontrolle, Mitglied der Geschäftsführung, Moskau
+7 / 495 / 956 55 57
Natalia Dobrova
Teamleiterin für interne Kontrolle
+7 / 495 / 956 55 57

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