Gemeinsamer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok

Am 14. Juni luden SCHNEIDER GROUP und der OWC Verlag für Außenwirtschaft österreichische Unternehmen zu einer Diskussionsrunde in Wien ein. Der Geschäftsführender Gesellschafter der SCHNEIDER GROUP, Herr Ulf Schneider sowie Dr. Gerhard Troche vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA), erläuterten die wirtschaftlichen Vorteile der Zusammenarbeit der Eurasischen Wirtschaftsunion mit der neuen Seidenstraße Chinas und riefen die Österreicher zur Unterstützung auf.

Die Beziehungen der Staatenbündnisse der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und der Europäischen Union (EU) erweisen sich laut Ulf Schneider in vielerlei Hinsicht als wertvoll. Nicht nur der florierende Warenaustausch, sondern auch qualifiziertes Fachpersonal und eine stetige Anpassung technischer Konformitäten und Regulierungen an europäische Standards tragen zur hohen Attraktivität des eurasischen Marktes bei. Vor diesem Hintergrund präsentierte Herr Schneider die Arbeitsgruppe des „einheitlichen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok“.

Die von ihm persönlich ins Leben gerufene Initiative setzt sich mit der Unterstützung des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, des Deutsch-Russischen Forums sowie zahlreichen europäischen Unternehmen für die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums zwischen der EAWU und der EU ein. Durch eine derartige Handelszone könnte der österreichische Absatz in Eurasien um bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Die Exporte und Investitionen des Landes in der EAWU erfuhren durch die Ukraine-Krise starke Einbrüche. Ein Wiederaufleben würde sich mit Blick auf den realen Wohlstand des Landes deutlich bemerkbar machen.

Dr. Troche referierte über die kontinentale Verkehrsinfrastruktur. Besonders die nördliche Landroute von China über die EAWU bis nach Europa birgt ausbaufähiges Potenzial. Die Beseitigung von Transporthemmnissen durch harmonisierte Normen, effizientes Management und einen konstruktiven Austausch zwischen den beteiligten Ländern könnte den Schiffsverkehr entlasten und Transportzeiten erheblich reduzieren. Der Eisenbahnverkehr stellt zudem in einigen Fällen eine kostengünstigere Alternative dar. Um diese Möglichkeiten auszuschöpfen, erfordert es eine aktive Zusammenarbeit der involvierten Parteien. Dies stellt einen weiteren triftigen Grund für österreichische Firmen dar, enger mit der EAWU zu kooperieren.

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Ulf Schneider
CEO & Präsident
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