Kennzeichnung von Medizinprodukten 2.0: Abschluss der Pilotphase, Pflichtkennzeichnung ab 1. Juni 2026

16.02.2026

Russland baut das digitale Kennzeichnungssystem „Chestny Znak“ weiter aus. Das Experiment „Kennzeichnung medizinischer Produkte 2.0“ läuft vom 1. September 2024 bis zum 28. Februar 2026 und dient als Vorbereitungsphase für die Einführung der Pflichtkennzeichnung für neue Kategorien von Medizinprodukten ab dem 1. Juni 2026 (im Rahmen der Aktualisierung der Regierungsverordnung der Russischen Föderation Nr. 894).  

Für Unternehmen handelt es sich dabei nicht nur um eine regulatorische Änderung, sondern um eine Transformation des Datenmanagements, der Logistik und der ERP-Integration.

Wesentliche Änderungen

Der Liste der Produktgruppen wurden neue Kategorien hinzugefügt:

  • Spritzen;
  • Infusionssets;
  • Mund-Nasen-Schutzmasken;
  • Laborröhrchen;
  • Medizinische und Hygienetücher;
  • Barrieremittel zur Empfängnisverhütung;
  • Therapie-Beatmungsgeräte;
  • Inkubatoren für Neugeborene;
  • Ästhetische und plastische Implantate.

Auswirkungen auf Unternehmen

Die Einführung der Pflichtkennzeichnung von Medizinprodukten erfordert eine Überprüfung der betrieblichen und IT-Prozesse von Unternehmen. Sie müssen die lückenlose Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte, die Integration ins System „Chestny Znak“ sowie die Anpassung ihrer ERP-Systeme und des Dokumentenmanagements an die neuen Anforderungen sicherstellen. Die Unternehmen werden auch mit zusätzlichen Anforderungen an Stammdatenmanagement, Lagerbetrieb, Logistik und Berichte konfrontiert. Ohne rechtzeitige Vorbereitung steigt das Risiko von Lieferengpässen, Bußgeldern wegen Nichteinhaltung von Rechtsvorschriften und erhöhten Betriebskosten. Gleichzeitig fördert die digitale Kennzeichnung Transparenz in Lieferketten,  verbesserte Bestandskontrolle und höhere Qualität der Managementdaten.  

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