Weitere Schritte zur gegenseitigen Anerkennung von Standards in der EU und der EAWU wurden am runden Tisch Lissabon-Vladivostok in Moskau diskutiert

16/11/2020
Weitere Schritte zur gegenseitigen Anerkennung von Standards in der EU und der EAWU wurden am runden Tisch Lissabon-Vladivostok in Moskau diskutiert

Am 16. November 2020 moderierte Ulf Schneider, Präsident und Gründer der SCHNEIDER GROUP, den runden Tisch der Initiative Lisbon-Vladivostok zum Thema „Konkrete Schritte für die Kooperation zwischen der EAWU und der EU“. In diesem Jahr konzentrierte sich die Veranstaltung auf die Ermittlung gemeinsamer praktischer Projekte für die EU und die EAWU mit einer niedrigen Markteintrittsschwelle.

Die Wirtschaftsinitiative für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok (L2V) wurde vor fünf Jahren mit dem. Ziel ins Leben gerufen, Wege zum gegenseitigen Abbau von Handelsbeschränkungen und einer Vereinheitlichung von Bestimmungen aufzuzeigen und damit den Dialog zwischen den Kommissionen der Europäischen Union (EU) und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) voranzutreiben.

Anfang November erhielt die Initiative noch einen wichtigen Impuls mit der Etablierung eines international besetzten Vorstandes mit Mitgliedern aus Österreich, Belarus, Frankreich, Deutschland, Italien und Russland. Ulf Schneider wurde hierbei zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Am 16. November tagte die Initiative auf Einladung des Wirtschaftsministers der EAWU-Kommission Timur Zhaxylykov gemeinsam mit Fachvertretern der Kommissionen aus Brüssel und Moskau, um am runden Tisch gemeinsame praktische Projekte mit einer niedrigen Markteintrittsschwelle in den Bereichen Mehrwertsteuer, Pharma, Finanzen, Transport und Zoll zu ermitteln.

„Die Corona-Krise hat uns gerade vor Augen geführt, wie wertvoll internationale Kooperation ist. Trotz aller gegenwärtigen politischen Hürden, dürfen wir deshalb einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok nicht aus den Augen verlieren. Nur wenn wir die Zusammenarbeit auf unserem Kontinent verbessern, können wir im harten Konkurrenzkampf mit den USA und China bestehen. Es sollten nun erste Schritte auf diesem langen Weg begangen werden und ein Wirtschaftsdialog zwischen der EU und der EAWU organisiert werden. Wir können heute die Rahmenbedingungen bei den großen Zukunftsthemen wie Green Deal und Digitalisierung schaffen“, sagte Ulf Schneider, neu gewählter Vorstandsvorsitzender der Initiative Lisbon-Vladivostok und Präsident der SCHNEIDER GROUP.

„Die Wirtschaft ist auch in politisch schwierigen Zeiten in der Verantwortung, Türen für Dialog offen zu halten. Wir werden im Sinne gemeinsamer Normen und Standards mit ganz konkreten Vorschlägen auf beide Kommissionen zugehen.“

Auf der Agenda der Initiative stehen beispielsweise die Harmonisierung bzw. die gegenseitige Anerkennung von Standards in den Bereichen Mehrwertsteuer, Transport, Zoll, Pharmamarkt, Finanzmarkt sowie Digitalisierung und die Kooperation im Bereich Klima- und Naturschutz („Green Deal“).

Dem Vorstand für die Jahre 2020/2021 gehören folgende Personen an:

  • Dr. Dietmar Fellner, ehem. Delegierter der Österreichischen Wirtschaft in Russland, WKÖ
  • Ernesto Ferlenghi, Präsident Confindustria Russia Michael Harms, Geschäftsführer Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, OA
  • Emmanuel Quidet, Präsident Französisch-Russische Handelskammer, CCIFR
  • Alexander Rahr, Verband der Russischen Wirtschaft in Deutschland
  • Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender Deutsch-Russische Auslandshandelskammer, AHK
  • Ulf Schneider, Präsident & Gründer SCHNEIDER GROUP
  • Alexander Shokhin, Präsident Russische Union der Industriellen und Unternehmer RSPP
  • Vladimir Ulakhovich, Vorstand Belarussische Handelskammer, BEL-TPP
  • Johan Vanderplaetse, Präsident Verband der Europäischen Wirtschaft in Russland, AEB, Vize-Präsident Schneider Electric

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Über die Initiative Lisbon-Vladivostok:

Die Wirtschaftsinitiative setzt sich seit 2015 für einen offiziellen Dialog zwischen der Europäischen Union (EU) und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ein. Die EAWU ist ein 2014 gegründetes Wirtschaftsbündnis der Staaten Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Russland. Der Wirtschaftsraum stellt einen vielversprechenden Markt mit 183 Millionen Einwohnern dar, was einem Drittel der Gesamtbevölkerung der EU entspricht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website und in Sozialnetzwerken.

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