Russland. Bevorstehende Änderungen am HQS-Programm: Schwerpunktе Gehaltsschwellen und Compliance
Am 21. Februar 2026 legte die Regierung der Staatsduma den Gesetzentwurf zum Status ausländischer Staatsangehöriger in Russland vor. Dies markiert den Beginn einer neuen Phase in der Entwicklung des Migrationsrahmens. Für Unternehmen, die Ausländer, insbesondere hochqualifizierte Spezialisten (HQS), beschäftigen, sind folgende Änderungen besonders relevant: strengere Regulierungen und höhere Gehaltsschwellen.
Obwohl der Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, zeichnen sich die Haupttendenzen deutlich ab: Das HQS-Programm wird zunehmend selektiver, und die Höhe der Vergütung bleibt entscheidend.
Gehälter sind das wichtigste Kriterium für die Erfüllung der Anforderungen an HQS
Das HQS-Programm war immer mit der Vergütung verknüpft. Gemäß den geltenden Bestimmungen liegt die Mindestgehaltsschwelle für die meisten HQS bei RUB 750.000 vierteljährlich (ca. RUB 250.000 monatlich).
Die Verletzung dieser Regel kann schwerwiegende Folgen haben, darunter Bußgeld, Entzug der Arbeitserlaubnis und Einschränkungen bei zukünftiger Beschäftigung von HQS.
Erhöhung der Mindestgehaltsschwelle für HQS im Jahr 2026 geplant
Zu den Gesetzesinitiativen gehört die Erhöhung der Mindestgehaltsschwelle, die im Jahr 2026 umgesetzt werden soll, sofern der Gesetzentwurf von der Staatsduma verabschiedet wird.
Der Trend der schrittweisen Verschärfung der Gehaltsanforderungen in den letzten Jahren bleibt und gewährleistet die bevorzugte Nutzung des HQS-Programms für hochqualifizierte Fachkräfte und strategische Schlüsselpositionen.
Für Arbeitgeber bedeutet das:
- Änderungen im Vergütungssystem für HQS
- Erhöhung des Budgets für Arbeitskosten
- auf lange Sicht - Änderungen der Fachkräftemobilität
Weitergehende Auswirkungen
Neben der Erhöhung der Gehaltsschwelle spiegelt der Gesetzentwurf den allgemeinen Trend zu strengeren Migrationskontrollen wider. Insbesondere können folgende Änderungen Unternehmen betreffen:
- Zusätzliche administrative Prozesse
- Verstärkte Compliance-Überwachung
- Strengere Regeln für Dokumente.
Somit entwickelt sich die Einstellung von HQS zunehmend von einem Routine-Prozess in der Personalverwaltung zur strategischen Priorität im Bereich HR und Compliance.
Was Unternehmen bereits jetzt tun sollten
Noch vor der Verabschiedung des Gesetzes werden Arbeitgebern folgende proaktive Handlungen empfohlen:
- Überprüfung der Compliance bei Gehältern und anderen Vorschriften für HQS
- Überprüfung unternehmensinterner Prozesse aus migrationsrechtlicher Sicht
- Beurteilung finanzieller Auswirkungen potenzieller Gehaltserhöhungen
- Monitoring der Gesetzentwicklungen.
Zusammenfassung
Die erwarteten Änderungen deuten auf einen klaren regulatorischen Trend hin: Russland bewegt sich zu selektiveren und strenger kontrollierten Migrationsregelungen für hochqualifizierte Fachkräfte. Zu den wichtigsten Kriterien gehören Gehaltsschwellen.
Unternehmen, die vorausschauend planen, sind am besten aufgestellt, um die Compliance zu gewährleisten und die Kontinuität ihrer internationalen Personalstrategie sicherzustellen.
