Rechtliche Dienstleistungen in der Ukraine

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Rechtliche Dienstleistungen in der Ukraine

SCHNEIDER GROUP unterstützt Sie bei der Registrierung Ihres Unternehmens in der Ukraine, in Migrationsfragen, bei der Erteilung einer Arbeitserlaubnis sowie bei Visa-Angelegenheiten. Darüber hinaus umfassen unsere rechtlichen Dienstleistungen die Unterstützung bei der Erstellung von Betriebsvereinbarungen und Beratung im ukrainischen Arbeitsrecht.

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Unternehmensregistrierung in der Ukraine

Beim Geschäftsaufbau in der Ukraine entscheiden die Investoren oft, ob sie eine kommerzielle / nicht kommerzielle Vertretung eröffnen oder eine neue juristische Person (TOV) gründen sollen. Die Finalentscheidung hängt von den langfristigen Geschäftszielen ab.

Vertretung vs. Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die beliebteste Gesellschaftsform für eine Vertretung in der Ukraine ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (TOV – Tovarystvo iz obmezhenoju vidpovidalnistju) – wegen ihrer Einfachheit und Flexibilität.

Gemäß den ukrainischen Gesetzen hat eine Vertretung weder den Status einer juristischen Person noch den Status eines Ansässigen, gilt aber als Niederlassung einer ausländischen Firma, die in der Ukraine registriert ist. Das Hauptbüro dieser ausländischen Firma verfügt über alle Rechte und alle Verpflichtungen ihrer Vertretung und trägt dabei die volle Verantwortung für ihre Handlungen.

Eine Vertretung, die kommerziellen Tätigkeiten nachgeht (kommerzielle Vertretung genannt) bildet eine ständige Einrichtung einer ausländischen Firma mit Steuerfolgen. Eine Vertretung, die Vorbereitungs- oder Zusatztätigkeiten ausübt (nicht kommerzieller Vertretung) bildet keine ständige Einrichtung und ist kein Subjekt der Umsatzsteuer.

Eine von einer ausländischen Firma gegründeten GmbH (vergleichbar mit LCC, SARL usw.) als ukrainische Tochtergesellschaft besitzt einen doppelten Status – den der juristischen Person und den des Ansässigen. Dies bedeutet, sie kann alle Typen kommerzieller Tätigkeit ausüben. Die GmbH ist bevollmächtigt, Verträge in ihrem Namen abzuschließen, alle juristischen Verpflichtungen auf sich zu nehmen, Vermögen zu erwerben, bei Gericht zu klagen und verklagt zu werden. Außerdem gibt die GmbH dem ausländischen Besitzer volle Kontrolle und garantiert die Repatriierung von Einkommen und die Haftungsbeschränkung.

SCHNEIDER GROUP hilft Ihnen bei der Registrierung Ihrer Firma in der Ukraine und findet für Sie die geeignetste Gesellschaftsform (TOV, OJCS etc.). Wir beraten Sie ebenfalls in verschiedenen juristischen Fragen, die mit der Gründung einer Tochtergesellschaft verbunden sind.

Außerdem unterstützen wir Sie bei der Akkreditierung Ihrer Vertretung oder Filiale in der Ukraine.

Arbeitsgenehmigung in der Ukraine

Ausländische Staatsangehörige, die in der Ukraine arbeiten möchten, können dies nur über ein spezielles Dokument – einer Arbeitsgenehmigung, die von der Behörde ausgestellt wird. Dieses Dokument kann von einer ukrainischen juristischen Person – einem Arbeitgeber beantragt werden, der keine Rückstände aus Steuern und Verwaltungsgebühren hat und keine passenden Kandidaten auf dem ukrainischen Arbeitsmarkt finden konnte. Der ausländische Mitarbeiter darf keine Vorstrafen in seinem Stammland vorliegen haben und nur für einen ukrainischen Arbeitgeber tätig werden.

Die Arbeitsgenehmigung

Die Arbeitsgenehmigungsfrist dauert gewöhnlich ein Kalenderjahr und wird nur für die Arbeit einer Stelle herausgegeben. Der ukrainische Arbeitgeber hat dem staatlichen Arbeitsamt den Arbeitsgenehmigungsantrag mit vorgeschriebener Unterlagenliste vorzulegen.

Die für den ausländischen Staatsangehörigen notwendige Unterlagenliste ist standardisiert:

  • 2 farbige Fotos 3,5×4,5 cm;
  • Kopien der Ausbildung (Studienabschluss) des Ausländers;
  • Reisepasskopie;
  • Polizeiliches Führungszeugnis – Bestätigung des entsprechenden Staatsorgans des Stammlandes des Ausländers, das bestätigt, dass der Ausländer keine Strafe verbüßt und gegen ihn nicht ermittelt wird.

Die anderen Unterlagen hat der Arbeitgeber, je nach der Kategorie des Ausländers, vorzubereiten.

Im Falle einer positiven Rückmeldung durch die Behörden hat der Arbeitgeber eine Gebühr für die Arbeitsgenehmigung i. H. v. 4 Minimum-Gehältern (UAH 3200 ab 01.01.2017, d.h. UAH 12800) zu entrichten. Der gesamte Prozess dauert ca. 2 Monate. Nach dem Arbeitsgenehmigungserhalt und Abschluss eines Arbeitsvertrages mit dem ausländischen Staatsangehörigen hat der Arbeitgeber die Kopie dieses Vertrages innerhalb von drei Tagen beim staatlichen Arbeitsamt einzureichen, ansonsten kann die Arbeitsgenehmigung für ungültig erklärt werden. Die Arbeitsgenehmigung kann bei einer Einreichung vor 30 Tagen ihres Fristablaufs mit einem geringeren Vorbereitungsaufwand um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Befristete Aufenthaltsgenehmigung

Eine befristete Aufenthaltsgenehmigung wird auf der Grundlage einer Arbeitserlaubnis ausgestellt und ermöglicht es einem ausländischen Arbeitnehmer in der Ukraine für den Zeitraum der Arbeitserlaubnis in der Ukraine zu verweilen.

Der Ausländische Staatsangehörige darf mit der Arbeitserlaubnis sodann mehr als 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in der Ukraine verweilen und kann das vereinfachte Grenzübertrittsverfahren nutzen. Auch Familienmitglieder des Ausländers können aufgrund dessen eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Die befristete Aufenthaltserlaubnis wird von der Staatsmigrationsbehörde in der Ukraine auf Basis eines Reisepasses mit einem langfristigen Visum (Typ-D, das einen Aufenthalt in der Ukraine bis zu 45 Tage erlaubt) und einem von dem ausländischen Staatsangehörigen und dem Gastgeber (in der Regel dem Arbeitgeber) ausgefüllten Antrags erstellt. Dem Antrag auf befristete Aufenthaltserlaubnis ist eine Liste von weiteren Unterlagen zur Bestätigung des Aufenthalts in der Ukraine (z.B. Arbeitserlaubnis, medizinische Versicherung etc.) beizufügen. Die übliche Bearbeitungszeit der Dokumente beträgt 14 Tage. Nach dem Erhalt einer befristeten Aufenthaltserlaubnis ist es notwendig, ein Registrierungsstempel in der lokalen Migrationsbehörde innerhalb von 10 Kalendertagen zu erhalten, ansonsten droht dem ausländischen Staatsangehörigen eine Verwaltungsstrafe.

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