Überbrückung der betrieblichen Lücke – Management auf Abruf

HERAUSFORDERUNG

Ein deutscher Arzneimittel-Hersteller hatte seit einigen Jahren eine Repräsentanz in Russland, welche eine Niederlassung der deutschen juristischen Person war, jedoch rechtlich nicht dazu berechtigt war, kommerziellen Geschäftstätigkeiten nachzugehen, folglich konnte kein Gewinn erwirtschaftet werden. Um dieses Problem zu lösen, gründete der deutsche Hersteller eine lokale Tochtergesellschaft mit der Rechtsform OOO (ähnlich der deutschen GmbH), welche wiederum Einnahmen erzielen konnte. Die geschäftliche Tätigkeit wurde nun durch die OOO ausgeübt. Die Repräsentanz hingegen war immer noch Teil der operativen Geschäftsstruktur. Diese Doppelstruktur war kostenintensiv, aufwändig und führte zu Schwierigkeiten bei der innerbetrieblichen Kostenübertragung, beispielsweise hinsichtlich der Steuern und Buchhaltung.

LÖSUNG

SCHNEIDER GROUP führte zunächst eine simulierte interne Steuerrevision durch, die das Ausmachen eventueller Risiken in der handels- und steuerrechtlichen Buchführung zum Ziel hatte sowie die Ergebnisse einer offiziellen Prüfung durch die Steuerbehörden vorausbestimmte bzw. einschätzte.

Das Ergebnis der simulierten Prüfung ergab, dass die Repräsentanz und ihre Beteiligung an der operativen Geschäftstätigkeit aufgrund der, ausschließlich von der OOO ausgeübten kommerziellen Geschäftstätigkeit, bestimmte Risiken für die Mitarbeiter sowie Steuerrisiken und andere Abweichungen verursachten. Aufgrund des bisherigen bestandenen Geschäfts wurde beschlossen, die Repräsentanz auf einem Minimum weiterzuführen, sie allerdings schrittweise zu liquidieren und alle offenen und etwaigen Fragen und Angelegenheiten mit Lieferanten, Kunden und Behörden zu klären.

Alle Mitarbeiter wurden auf die OOO übertragen. Um die Kosten und Ausgaben für die Repräsentanz während ihres Liquidationsprozesses zu reduzieren, wurde beschlossen, einen Generaldirektor der SCHNEIDER GROUP mit einem Teilzeitvertrag für die Repräsentanz einzustellen.

Dies war eine effiziente und kostengünstige Lösung, da dieser nicht ständig, sondern lediglich in einzelnen Fällen gebraucht wurde. Alle Aufgaben wurden vom Generaldirektor koordiniert, zum Beispiel Anfragen von Geschäftspartnern und staatlichen Behörden, interne Kommunikation einschließlich der Cashflow-Planung. Auf diese Weise konnte man die fortlaufende Tätigkeit der Repräsentanz unterstützen und etwaige Probleme mit den Steuerbehörden vermeiden.

ERGEBNIS

Die gesamte geschäftliche Tätigkeit wurde auf die lokale OOO übertragen, die sich selbständig weiterentwickeln konnte. Dies brachte spürbare Vorteile hinsichtlich der abzugsfähigen Kosten, insbesondere bei der Mehrwertsteuer. Das deutsche Unternehmen sparte durch unsere Lösung Kosten und Zeit, da es sich nicht selbst um den komplexen und langwierigen Liquidationsprozess kümmern musste.

Der SCHNEIDER GROUP Generaldirektor, welcher die Repräsentanz leitete, reduzierte die Lohnkosten und andere Ausgaben des Kunden und stellte eine kosteneffiziente Leitung während der Vorbereitung auf die Liquidation sicher. Obwohl die Repräsentanz formell funktionierte, hatte der Kunde keine signifikanten Ausgaben für diese zu tragen und vermied gleichzeitig potentielle Konflikte mit den Steuerbehörden. Solange der Abwicklungsprozess nicht beendet ist, wird SCHNEIDER GROUP die Repräsentanz des Kunden weiterhin bis zur endgültigen Liquidation und somit ihrer Löschung aus dem Handelsregister unterstützen.

Seit der Umstrukturierung der russischen Geschäftszweige üben der deutsche Arzneimittel-Hersteller und seine OOO ihre Geschäftstätigkeit in Russland erfolgreich aus.

Ihr Ansprechpartner
Christopher Schagerl
Direktor, Moskau
+7 / 495 / 956 55 57
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